Welche Farvariationen und Kombinationen gibt es ?

Bei Bartagamen gibt es eine Vielzahl von Farbvarianten und Kombinationen. Die Farbzeichnungen zeigen sich bei den meisten Bartagamen erst im Laufe ihres Daseins. Bei Jungtieren sind die Farben noch nicht so ausgeprägt, aber mit jeder Häutung wird die Farbzeichnung intensiver und farbenprächtiger.


Auf unserer Page werden wir auf die gebräuchlichsten und am meisten vorkommenden Farbzeichnungen eingehen. Theorethisch ist es möglich alle Bartagamen, egal welche Zeichnung und Färbung sie haben, miteinander zu kombinieren. Meist werden die Farben auch mit dem Zusatz Sandfire / Sunburst genannt. Sandfire ist ein eingetragener Markenname der Sanfire Dragon Ranch in den USA. Importe aus den USA haben einen Urkunde die die Echtheit der Farbe bestätigen. Natürlich gibt es eine Menge an Bezeichnunge für Bartagagamen, denn Züchter vergeben eigenen Bezeichnungen für ihre Nachzuchten.


Nominat :

Dies ist keine spezielle Zuchtform sondern lediglich die Wildform die meistens in Zoohandlungen Angeboten wird. Aus diesen Tieren sind alle Farbformen herausgezüchtet worden. Diese Tiere besitzen hauptsächlich eine graue Grundfärbung mit Schwarzer Maserung. Einige der Nominattiere besitzen auch hin und wieder leichte rötlichbraune Anteile. Dies heißt nicht das es sich um Farbbartagamen handelt, aber aus solchen Tieren sind die Farbzüchtungen entstanden.


German Giant :

German Giant bedeutet eigentlich nur, das dies besonders große Tiere, mit einer grauen Nominatfärbung und einem länger gestreckten Körper wie andere Pogonas. Diese Variante wurde ursprünglich in Deutschland gezüchtet. Um die Größe zu erreichen sollen Pogona Vitticeps mit Pogona Barbata verpaart worden sein. Inzwischen gibt es viele Varianten in die Farbe mit hineingezüchtet wurden worunter meist die enorme Größe der Ursprünglichen German Giants gelitten hat. Original German Giants züchten nicht mehr viele aber bei Kevin Dunne kann man diese Tiere immer noch bekommen soviel ich weiß.

 

Blood :

Die Bloodform ist verstärkt durch Kevin Dunne in den USA etabliert worden. Diese Tiere besitzen als Jungtiere eine dunkelrote Farbmaserung die bei Adulten Tieren sehr oft bis in eine dunkelbraune übergehen kann.


Sandfire :

Sandfire gibt es inzwischen tausend Varianten die zum Verkauf angeboten werden, aber nur wenige davon sind echte Sandfire Nachzuchten sondern eher Morph Tiere verschiedenster Mischungen. Echte Sandfire Tiere gibt es eigentlich nur von der Sandfire Dragon Ranch aus der USA die diese herrlichen Tiere hervorgebracht hat und auch für die Namensgebung verantwortlich ist. Mr. Mailloux hat sich den Namen Sandfire sogar als Warenzeichen eintragen lassen. Sollte jemand echte Sandfire aus der USA von Mr. Mailloux besitzen und mit diesen Tieren Nachzüchten wären dies natürlich echte Sandfire und dürfen auch so benannt werden, aber nur diese und sonst keine. Die Färbung der Tiere ist Rotorangegelb und bedeckt den ganzen Körper inklusive dem Bart der Tiere. Einige sagen das diese Tiere sogar Blaufärbung besitzen was ich aber bis jetzt nicht bestätigen kann. Wer auf die Homepage der Sandfire Dragon Ranch geht kann sich von der Qualität dieser Variante überzeugen, da auf der Homeseite ein besonders schönes Exemplar abgebildet ist.


Chris Allen Red :

Wie sollte es anders sein hat ebenfalls ein Amerikaner mit Namen Chris Allen diese Variante selektiv gezüchtet. Die Färbung dieser Tiere ist eher dunkelrot mit einem hohen Magentaanteil. Diese Tiere sind komplett in dieser Färbung durchgemasert und auf den ersten Blick direkt zu erkennen. Von dieser Variante gibt es in Deutschland sehr wenige Tiere wenn überhaupt. Außer angebliche Chris Allen Red Tieren die allerdings nicht so aussahen sind mir noch keine Live unter die Augen gekommen.


Redflame :

Wer diese Variante etabliert hat konnte ich nicht nachvollziehen, allerdings vermute ich dass es eine Mischung zwischen Sandfire, Blood und Citrus Tieren ist da alle Elemente dieser Tiere vorhanden sind. Die Redflame Tiere besitzen ein Orange Rot an manchen stellen bis in ein leichtes Gelborange übergehende Anteile.


Salomon Hypo :

Die Salomon Hypo Variante stammt von Kevin Dunne und ist eine Morph Mix aus Snow und Sandfire. Die Tiere reichen von rosafarbenem bis zu Orange, viele mit Lavendelmarkierungen. Als Adulte Tiere verliert sich häufig ihre Musterung und sie werden patternless.


Citrus :

Diese Variante ist durch Terri Sommella und Adam von Fire & Ice aus der USA gezüchtet worden und auch ihr Markenzeichen. Sie bezeichnen sie auch als Citrus Color Morph oder Citrus 100% Color. Diese Tiere sind durchgehend Gelb wie eine Zitrone, haben fast keine Schwarzmaserung was die 100% Color auch aussagen soll und zählen ebenfalls zu unseren Favoriten.

Sunburst :

Sunburst ist wiederum eine von Kevin Dunne etablierte Variante die ebenfalls eine Gelbe Färbung besitzt, allerdings auch Orange und Rotanteile beinhaltet. Diese Tiere sind im Gegensatz zu der Citrusvariante am ganzen Körper gemasert und besitzen zu 80-90% Gelbanteil, laut Kevin Dunne.


Snow :

Die Bartagamen mit der Bezeichnung Snow sind weiß mit einem mehr oder weniger intensivem grauschimmer. Sie besitzen um die Augen einen Orangegelben Ring und haben kaum oder gar keine Zeichnung über dem Körper. Wer diese Variante etabliert hat ist mir unbekannt aber Fire & Ice Züchtet inzwischen diese Tiere als Leucistic Mixed und erhält so wirklich Schneeweise Tiere, allerdings ist der Augenring fast nicht mehr zu sehen und es sind Leucistische Tiere.


Blue :

Es werden hin und wieder Tiere mit der Bezeichnung Blue angeboten. Dies ist keine Farbvariante die sich bis heute etabliert hat. Ich selbst habe auch noch kein Tier gesehen, auch wenn es die Bezeichnung Blue hatte, das wirklich eine blaue Färbung besaß. Ich habe auch schon gehört dass einige Züchter mit Lebensmittelfarben arbeiten um eine blaue Färbung zu erhalten. Dies ist natürlich verwerflich und macht diese mit Sicherheit krank. Sollte es so etwas wirklich geben finde ich das Moralisch nicht vertretbar und kann auch nur vom Kauf solch behandelter Tiere abraten.


Translucent :

Diese Tiere wirken immer so als wären sie kurz vor der Häutung was die Haut ein wenig Transparent erscheinen lässt. Die Tiere besitzen dabei schwarze Augen wobei ich auch schon welche mit braunen gesehen habe. Ob dies ein Gendefekt wie bei den Leucisten ist kann ich nicht sagen, wäre aber möglich. Weiterhin ist mir aufgefallen das diese Tiere meist relativ klein sind, was aber auch Zufall sein kann bei den Tieren die ich bis jetzt gesehen hab. Diese Tiere werden in der USA recht teuer gehandelt und kommen schon fast an die Preise der Leucisten heran. Ihre Färbung, die nur ganz wenig durchschimmert, kann absolut unterschiedlich sein.


Leucistic :

Die Bezeichnung Leucistic bzw. Leucismus ist eigentlich ein Gendefekt der bei den Nachzuchttieren weitervererbt werden kann. Das Interessante bei dieser Variante sind die Schwarzpigmente die bei den Leucisten überlagert werden. Weiterhin haben sie keine schwarzen Nägel sondern klare. Die Leucisten werden von vielen mit hellweisen Tieren in Verbindung gebracht was aber Unsinn ist. Leucisten können in allen Farben Vorkommen, lediglich Leucisten die man mit Hyposnows verpaart können sich als Schneeweise Tiere darstellen wenn die Genvererbung bei ihnen durchkommt. Also Leucistic bedeutet nur überlagerte Schwarzpigmente und klare Nägel. Die Augenfärbung hat dabei nichts zu sagen.


Transleucist :

Diese Sonderform der Zuchtbestrebungen ist eine absolute Rarität unter den Pogona Vitticeps. Es ist eine Morphversion die beide Gendefekte der Leucistic sowie der Translucent Variante beinhalten. Diese Tiere sind Bildhübsch und genauso begehrt wie selten. Für diese Varianten werden Preise in Astronomischen höhen verlangt und auch bezahlt. Live habe ich wegen ihrer Seltenheit leider noch kein Exemplar begutachten dürfen und bin seit einiger Zeit selbst auf der Suche nach
diesen Tieren.


Albino :

Die Albinovariante ist natürlich ebenfalls ein Gendefekt der Weitervererbt werden kann, allerdings ist die Frage ob man diesen defekt will. Es werden sehr wenige dieser Tiere geboren und ich kenne auch nur ein Züchter aus der USA der diese Tiere gezüchtet hat oder noch Züchtet. Sie sind halt eben nur weiß mit Roten Augen und klaren Nägel. Sie sehen ein wenig kurios aus und sind meiner Meinung nach kein Zuchtstamm den man weiterführen sollte. Wie die Lebenserwartung der Tiere ist kann noch niemand sagen und auch die Größe der Tiere dürfte relativ gering sein, abgesehen von den multiblen entartungen und deformitäten die diese Zuchten hervorbringen.


Leatherback :

Bei diese Zuchtform sind die Schuppen der Tiere fast nicht mehr zu erkennen da sie deutlich kleiner sind als bei gewöhnlichen Bartagamen. Die Haut der Leatherbacks sieht aus wie Leder und ähnelt in der Strucktur einer Schlangehaut. Diese Tiere sind relativ selten und werden verstärkt von Dachiu in der USA gezüchtet.


Silkback :

Bei Silkback Tieren gehen die Bestrebungen der Profizüchter unseres erachtens definitiv zu weit. Diese Tiere besitzen keinerlei Schuppen oder Stacheln. Sie sehen eher kurios aus als schön. Wir hoffen das diese Tiere nicht weiter gezüchtet werden da dies nichts mehr mit schönen Farbzuchten zu tun hat. Schönheit liegt zwar im Auge des Betrachters aber eine Bartagame sollte irgendwie auch noch wie eine Bartagame aussehen. Diese übertriebene Züchtung kommt von einem Italiener.


Witblits :

Eine der neueren Genetik-Formen bei Bartagamen wurde das erste mal in Süd-Afrika gezüchtet. Diese Tiere zeichnen sich durch ihr musterloses Erscheinen (patternless) und der hellen Farbe aus (weiß- bis creme-farbend). Es gibt sie bereits als Hypo, Trans, Hypotrans und auch als Leatherback

 

Dunner :

Von dem amerikanischen Züchter Kevin Dunn der diese Tiere als erstes gezüchtet hat, erhielt diese Genetikform ihren Namen. Eine rauere Beschuppung zeichnet diese Genetikform aus, wobei die Stacheln und Schuppen in alle Richtungen vom Körper abstehen.
Außerdem haben diese Tiere eine andere Musterung. Sie haben kein gleichmäßiges Rücken- bzw. Tigermuster. Sie sind oft "gepunktet" und haben einen gestreiften Schwanz. Es gibt sie bereits als Hypo, Trans, Hypotrans und auch als Leatherback.


Pastell :

Pastelltiere haben wie der Name schon sagt eher blasse bzw. sanfte Farbtöne. Darüber welche Farbe das Tier besitzt sagt der Name nichts aus weshalb auch immer die Farbe vor der Bezeichnung Pastell steht wie z.B. Orange Pastell.


Hypomelanistisch :

Die Zusatzbezeichnung Hypo bezieht sich auf den Melaninanteil der Haut wodurch die Schwarzpigmente reduziert werden. Diese Tiere nennt man hypomelanistisch. Im allgemeinen sind diese Tiere relativ hell von ihrer Grundfärbung und können in alle Farbvarianten reingezüchtet werden. Ein weiteres Zeichen von Hypomelanistischen Tiere ist das die Krallenbasis klar ist, (allerdings nicht zwingend) wodurch viele ihre Tiere fälschlicherweise als Leucistic bezeichnen. Einige gehen davon aus das Hypomelanistische Tiere einen Gendefekt haben was ich allerdings nicht bestätigen kann. Hypomelanistic bedeutet, soweit mir bekannt ist, lediglich einen verminderten Melaninanteil unter der Haut.


Hypermelanistisch :

Hypermelanistisch bedeutet genau das Gegenteil von Hypo, also zuviel Melanin unter der Haut. Diese Tiere werden sehr Dunkel und sind eigentlich nicht so erwünscht in der Farbzucht da sie die Färbung der Tiere relativieren und Schwarz erscheinen lassen.


Heterozygot :

Heterozygot bedeutet, dass das Erbgut einer Zelle zwei verschiedene Allele, also zwei unterschiedliche Kopien eines bestimmten Gens auf beiden Chromsomen aufweist, die das Gen enthalten. Für jeden verständlich bedeutet das, dass ein Tier mit diesem Merkmal Junge hervorbringen kann die komplett anders aussehen als seine Eltern.


Het :

In letzter Zeit wird öfter die bezeichnung Het vor eine Variante gesetzt wie z.B. Het leucist oder Het blood, was eigentlich nicht mehr bedeutet als Heterozygot.


Rainbow :

Rainbow ist ein Name den mehrere Züchter aus Deutschland ihren Tieren geben. Dies hat allerdings nichts mit einer etablierten Farbvariante zu tun. Es besagt lediglich das diese Tiere Multicolor sind, also das, was sehr viele Morphtiere besitzen ohne so zu heißen.


Morph :

Diese Bezeichnung eines Tieres heißt eigentlich nur das zwei verschiedene Farbvarianten miteinander verpaart worden sind. Dabei entstehen Mischlinge oder Morphtiere die wiederum Genträger beider Elterntier Varianten und somit auf eine oder mehrere Farbvarianten Het sind. Dies ist inzwischen eine gängige Praktik die wir begrüßen, da sehr schöne Mischungen dabei entstehen, die Inzucht ein wenig vermindert wird und der sowieso zu gering vorhandenen Genpool unserer Tiere im Land ein wenig erweitert. Dies ist natürlich wünschenswert um gesunde und kräftige Nachzuchttiere zu erhalten.


Xanthisch :

Diese Bezeichnung beschreibt den Anteil des gelben Farbstoffes den ein Tier besitzt, z.B. wird durch die Vorsilbe hypo-xanthisch deutlich gemacht, dass der entsprechende Farbstoff nur reduziert vorhanden ist. Dies kann von kaum merkbarer Reduktion bis zum annähernden Fehlen des Farbstoffes reichen. Bei der Vorsilbe hyper-xanthisch ist besonders viel gelber Farbstoff vorhanden, der andere Farbanteile größtenteils bis komplett überlagert. Die Vorsilbe bzw. der Buchstabe A-xanthisch hingegen besagt das die dementsprechenden Tiere keinerlei gelben Farstoff besitzen.


Erythristisch :

Diese Bezeichnung bezieht sich auf den Rotanteil der Tiere, womit wie bei Xanthisch, durch die entprechenden Vorsilbe, der vorhandene Farbpigmentanteil beschrieben wird.


Melanistisch :

Bei der Bezeichnung Melanistisch ist der Schwarzanteil eines Tieres gemeint. Siehe dazu die Beschreibung Hyper- und Hypomelanistisch. A-Melanistische Tiere wären ohne jeglicher Schwarzpigmentierung, die, obwohl es seit Jahren Bestrebungen gibt solche Tiere zu züchten, noch niemanden als Zucht gelungen ist.

 

Streifenmuster :

Es gibt verschiedene Streifenmuster bei Bartagamen womit eigentlich die Schwarzmusterung der Tiere gemeint ist. Je nachdem wie diese Musterung sich darstellt haben die Tiere folgende Zusatzbezeichnungen was nichts mit der Farbvariante zu tun hat.

Patternless Tiere die zeichnungslos bzw. ohne Muster sind

Stripped Tiere mit beidseits paravertebral verlaufenden Längsstreifen

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