* Seiteninhalt *
- Die Balz und die Verpaarung
- Trächtigkeit
- Die Eiablage
- Die Inkubation
- Der Schlupf
- Genetik

 

Die Balz und die Paarung

Im Frühjahr, ungefähr einen Monat nach Beendigung der Winterruhe beginnen die Männchen mit Ihrer Balz. Sie haben dann ein stark ausgeprägtes Territorialverhalten. Durch das schwarz färben und aufstellen des Bartes und Kopfnicken verscheuchen Sie jeden Eindringling aus Ihrem Revier. Das Kopfnicken verstärken sie noch durch Auf- und Abbewegungen des Oberkörpers. Die Weibchen antworten auf das Kopfnicken mit einer Art „Winken“. Um dem Männchen ihre Paarungswilligkeit zu zeigen, senkt es ihren Oberkörper, dies geschieht aber erst, nach ein paar Abweisungen des Männchens. Das Männchen umkreist nun das Weibchen mit Kopfnicken und aufgestelltem Bart. Danach beißt es dem Weibchen in den Nacken und hält es somit fest. Man nennt dies den Paarungsbiss. Das Weibchen hebt nun den Schwanz und die Paarung wird vollzogen.

 

zurück zum Seitenanfang


Trächtigkeit

Die Trächtigkeit dauert in der Regel 4-7 Wochen. In dieser Zeit müssen die Weibchen besonders gepflegt werden. Durch die Bildung der Eier haben sie einen erhöhten Bedarf an Calzium und Vitaminen. Es muß auch drauf geachtet werden das immer ausreichen Wasser bereit steht. In dieser Zeit sind sie auch besonders gierig was das Futter betrifft. Sie müssen daher auch sehr reichhaltig und abwechslungsreich gefüttert werden. Kurz vor der Eiablage, meist 3-4 Tage, werden die Weibchen sehr unruhig und stellen die Futteraufnahme ein.

 

 
zurück zum Seitenanfang

 

Die Eiablage

Auf der Suche nach einem geeigneten Platz für die Eiablage, wandert das Weibchen durch das Terrarium und buddelt an einigen Orten zur Probe, oft an den unmöglichsten Orten. Es muß daher immer drauf geachtet werden, dass das Substrat eine ausreichend Höhe hat.
Das Substrat sollte ein wenig feucht sein, so das es beim Graben nicht in sich zusammenfällt. Sollte das Weibchen einen geeigneten Ort gefunden haben, fängt es mit den Vorderbeinen an zu graben und schiebt den ausgegrabenen Sand mit den hinteren Beinen weg.
Sollte die Höhle nun groß genug sein, legt sie dort die Eier hinein. Dies kann einige Zeit dauern. Ist die Eiablage erfolgreich abgeschlossen, buddelt Sie das Loch mit den Hinterbeinen wieder zu. Dann klopft sie mit dem Kopf den Sand wieder platt und verstreicht ihn wieder mit dem Schwanz. So ist der Ort der Eiablage für Fressfeinde nicht mehr erkennbar.

Wir lassen unsere Weibchen 3 - 4 Tgae im Terrarium buddeln. Wenn wir der Meinung sind das das Weibchen vor der Ablage steht, überführen wir sie in eine extra für die Ablage gebaute Box. Wo sie dann ihre Eier ablegen kann.

 

 

 
zurück zum Seitenanfang

 

Die Inkubation

Leider haben die Eier im Terrarium keine Überlebenschancen, da keine konstanten Bedingungen herrschen. Sie würden innerhalb von ein paar Tagen austrocknen und dadurch absterben. Selbst wenn keine Temperaturschwankungen und genügend Luftfeuchtigkeit im Terrarium wären, würde die Gefahr bestehen, dass schlüpfende Jungtiere sofort beim Schlüpfen von den adulten Bartagamen
aufgefressen werden. Deshalb sollte man die Eier in einem Inkubator ausbrüten.

Wir benutzen dazu selbstgebaute Inkubatoren. Wir haben mit Ihnen sehr gute Erfahrungen gemacht.
 

Zum Inkubieren werden benötigt:
- Inkubator
- Heimchendosen
- Brutsubstrat (wir nehmen Vermiculite)

- Hydro/Thermometer

Als erstes wird das Vermiculite wird in einer Schüssel mit warmen Wasser nass gemacht. Danach wird es mit Hilfe eines Siebs ausgepresst. Wichtig ist es, dass das Vermiculite nicht richtig ausgepresst wird. Es muß etwas feucht in den Heimchendosen verteilt werden. Es darf aber auch nicht zu nass sein, sonst die Gefahr besteht, dass die Eier schimmeln.

Wenn das Vermiculite in die Heimchendosen gefüllt wurde, drücken wir 6 - 10 Löcher in das Vermiculite. Dort rein werden dann die Eier gelegt. Der Abstand sollte nicht zu eng gewählt werden, da die Eier während des inkubieren wachsen.

 

                 


Die Eier sollten nun vorsichtig freigelegt werden. Es ist große Vorsicht dabei geboten, da die Eier nicht gedreht werden dürfen und die Schale noch sehr weich ist. Die freigelegten Eier werden nun aus dem Terrarium geholt und behutsam in die mit dem feuchten Vermiculite gefüllten Heimchendosen gelegt. Die Eier sollten in etwa zur Hälfte im Vermiculite liegen. Unbefruchtete Eier sind gelblich/braun oder eingefallen und sollten aussortiert werden, da aus ihnen keine Jungtiere schlüpfen werden. Wenn die Heimchendosen mit Eiern gefüllt, werden sie in den Inkubator überführt. Dieser sollte schon ein paar Tage laufen um die benötigte Temperatur von 27°C – 29°C zu haben. Die Temperatur sollte während der gesamten Inkubationszeit ständig beobachtet und konstant
gehalten werden. Eine Nachtabsenkung der Temperatur ist nicht erforderlich. Zudem wird eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von min. 95 – 99 % benötigt. Diese wird im Normalfall ohne Probleme durch das Vermulcite erreicht. Dennoch ist es zu empfehlen, diese mit einem Thermometer und einem Hygrometer im Bereich des Sichtfensters im Inkubator zu kontrollieren. Gelegentlich sollte man für einen Luftaustausch den Deckel des Inkubators für einen kurzen Moment öffnen, um einen ausreichenden Luftaustausch zu gewähren. Wird das Vermiculite während der Inkubation zu trocken, sollte man es mit Hilfe einer Spritze nachfeuchten. Einfach eine geringe Menge Wasser in die Ecken der Dosen spritzen. Es ist nur wichtig, dass die Eier niemals mit Wasser in Berührung kommen.

Sollten Eier während der Inkubation absterben, sich verfärben, einfallen oder gar schimmeln, muss man diese entfernen, um nicht das weitere Gelege zu gefährden.

Ungefähr einen Tag vor dem Schlupf beginnt Wasser aus den Eiern auszutreten. Meistens fallen sie etwas ein. Nur wenige Stunden darauf beginnen die Jungtiere zu schlüpfen.

zurück zum Seitenanfang

 



Der Schlupf

Mit Hilfe des „Eizahns“ machen die Jungtiere einen Schnitt in die Eierschale und schieben dann langsam ihren Kopf hindurch. Der „Eizahn“ fällt sofort nach dem öffnen der Schale aus und die Tiere beginnen nun mit den Lungen zu atmen. Nach dem Öffnen der Schale kann es bis zu einem Tag dauern, bis das Jungtier vollständig aus dem Ei geschlüpft ist.

 


Das neugeborene Bartagamenbaby kann nun aus dem Inkubator genommen werden. Die Bauchseite des Jungtiers muß kontrolliert werden. Sollte der Dottersack noch nicht vollständig verzehrt sein, lässt man das Tier lieber in einer Heimchendose für ein paar Stunden im Inkubator. Auf den Boden der Heimchendose sollte man ein Stück warmes, feuchtes Küchenrollenpapier (Zewa) oder ein feuchtes Tuch legen. Wenn der Dottersack vollständig verzehrt ist, kann man die kleinen Jungtiere in ein Aufzuchtbecken überführen.

   
zurück zum Seitenanfang

 

Genetik

Hier versuche ich mal Euch die verschiedenen Gentypen wie Hypo, Trans, Hypotrans oder Leatherback einzelnen Erklärungen.

Rezessive Erbgänge

Folgende Gendefekte vererben sich rezessiv. Das bedeutet, dass beide Elterntiere das Gen in sich tragen müssen um dieses weiter zu vererben. Eine Bartagame kann aber auch heterozygot ( auch het. genannt ) sein. Dies bedeutet, dass sie die Gene in sich trägt, aber diese am Erscheinungsbild nicht erkennbar sind. Selbst wenn solch ein Gendefekt nicht zu erkennbar ist, ist solch ein Tier für die Zucht interessant. Sollte man ein het. Tier mit einem 100% Tier verpaaren, werden zum Teil 100% Tiere und het. Tiere entstehen. Da man die Gene bei einem het. Tier nicht sieht, muß man dem Züchter wohl oder übel vertrauen.

Hypo

Wie kann ich eine Hypo Bartagame erkennen ?
Man muß sich einfach die Nägel der Bartagame anschauen. Hat sie zu 100% klare Nägel, also alle 20 Nägel sind klar, ist sie eine echte Hypo. Ist nur ein schwarzer Nagel dabei, ist sie kein Hypo mehr. Eine echte Hypo-Bartagame ist auch oft heller gefärbt als eine „normale“, dies geschieht durch einen verminderten Melaninanteil unter der Haut und den dadurch reduzierten Anteil der schwarzen Pigmente.

Beispiele für die Hypo - Verpaarung:

 

Verpaarung Aus folgenden Verpaarungen könnte entstehen : 
100 % Hypo het. Hypo Normal 
100 % Hypo
x
Normal
  100 %  
100 % Hypo
x
het. Hypo
50 % 50 %  
100% Hypo
x
100 % Hypo
100 %    
het. Hypo
x
het. Hypo
25 % 50 % 25 %
het. Hypo
x
Normal
  50 %  50 %


Translucent

Wie kann ich eine Translucent Bartagame erkennen ?
Man erkennt sie an den vollkommen schwarzen Augen und an der durchsichtig erscheinenden Haut. Den Gendefekt der durchscheinenden Haut, sieht man am besten bei den Jungtieren, da die Haut mit dem Alter der Tiere dicker wird. Dieser Gendefekt wird durch das Fehlen der weißen Pigmente verursacht. Genau wie der Hypo-Gendefekt, wird das Translucenten rezessiv vererbt.

Beispiele für die Translucent - Verpaarung:

 

Verpaarung Aus folgenden Verpaarungen könnte entstehen : 
100 % Trans het. Trans Normal 
100 % Trans
x
Normal
  100 %  
100 % Trans
x
het. Trans
50 % 50 %  
100% Trans
x
100 % Trans
100 %    
het. Trans
x
het. Trans
25 % 50 % 25 %
het. Trans
x
Normal
  50 %  50 %


Hypotranslucent

Diese Züchtungen sind zu 100 % Hypo und zu 100 % Translucent. Hypotranslucente Tiere vererben
wie die oben genannten Tiere rezessiv.

Beispiele für die Hypotrans – Verpaarung

 

Verpaarung Aus folgenden Verpaarungen könnte entstehen : 
Hypotrans het. Hypo
het. Trans
( double het. ) 
Trans het. Hypo  Hypo het. Trans
100 % Hypotrans
x
Normal
  100 %    
100 % Hypotrans
x
double het.
25 % 25 % 25 % 25 %
100% Hypotrans
x
Hypo het. Trans
25 % 25 % 25 % 25 %
100% Hypotrans
x
Trans het. Hypo
25 % 25 % 25 % 25 %
100% Hypotrans
x
100% Hypotrans
100 %      

 

Smoothie ( Leatherback mit rezessiven Gen )

Woran erkenne ich einen Smoothie ?
Ein Smoothie hat das gleiche Aussehen wie ein Leatherback (unten beschrieben). Allerdings vererbt er nur rezessiv. Diese Züchtungen kommen meistens aus den USA.

Beispiele für die Smoothie - Verpaarung:

 

Verpaarung Aus folgenden Verpaarungen könnte entstehen : 
100 % Smoothie het. Smoothie Normal 
100 % Smoothie
x
Normal
  100 %  
100 % Smoothie
x
het. Smoothie
50 % 50 %  
100 % Smoothie
x
100 % Smoothie
100 %    
het. Smoothie
x
het. Smoothie
25 % 50 % 25 %
het. Smoothie
x
Normal
  50 %  50 %


 

Co-Dominante Erbgänge

Die Zucht von Co-Dominaten Tieren ( Leatherbacks ) ist einfacher, da nur ein Elterntier diesen Gendefekt aufweisen muß. Die Verpaarung mit einer normalen Bartagame, ergibt 50 % Leatherbacks und 50% Normale. Bei einem Co-Dominanten Erbgang, gibt es keine het. Tiere.


Leatherback & Silkback

Wie erkenne ich einen Leatherback ?
Der Rücken eines Leatherbacks ist sehr glatt und fühlt sich wie Leder an, was auch schon der Name sagt ( Leather = engl. Leder ). Seine Schuppen und Stacheln, sind nur noch sehr klein. Dieses Zuchtergebnis stammt von einem Züchter aus Italien.


Silkback

Wie erkenne ich einen Silkback ?
Bei dem Silkback sind keine Schuppen mehr zu erkennen und er fühlt sich seidig an. Dieses Supergen wurde durch die Verpaarung zweier Leatherbacks erzeugt.

Beispiele für die Leatherback & Silkback - Verpaarung:

 

Verpaarung Aus folgenden Verpaarungen könnte entstehen : 
Silkback Leatherback Normal 
Leatherback
x
Normal
  50 % 50 %

Leatherback
x
Leatherback

25 % 50 % 25 %
Leatherback
x
Silkback
50 % 50 %  
Silkback
x
Normal
  100 %  

Sämtliche Verpaarungsbeispiele sind rein theoretisch. Es kann und wird auch zu unterschiedlichen  Ergebnissen bei den Verpaarungen kommen, da die Natur ihre eigenen Gesetze hat und nicht zu berechnen ist!

Wir bedanken uns bei Sandra und Kai von Bearded-Dragons für die freundliche Genehmigung diese Liste bei uns veröffentlichen zu dürfen.

zurück zum Seitenanfang

Copyright 2007-2011 © Joeys-Dreamdragons

 


Datenschutzerklärung